Tourenbericht: Hochtourenlager Baltschiederklause 31.7. bis 5.8.2011
Sonntag 31.Juli: Mit einem sonnigen Tag starteten wir in die Hochtourenwoche. Der Aufstieg war zuerst wässrig (entlang der Suonen) und führe uns dann durch immer kargeres Gelände. Nach 5 Stunden Fussmarsch und 1600 Höhenmeter erreichten wir die Hütte und konnten unsere Schultern vom schweren Gepäck befreien. Ferienwohnung erreicht!
Montag 1.August: Heute war ein langer Tag. Von vier Uhr in der Früh bis um halb Zehn in der Nacht erkundeten wir das unbekannte Territorium des Baltschiedertals. Zehn Stunden schmerzten uns die Füsse in den Kletterfinken, siebeneinhalb Stunden genossen wir es in den Bergschuhen und schlussendlich lag der Blanchegrat (3659 m.ü.M.) auch hinter uns. Über diese Unterfangen waren die Hüttenwarte nicht besonders erfreut, doch wir mussten nicht mit hungrigen Bäuchen ins Bett gehen. Jedoch mitten in der Nacht den Abwasch tätigen.
Dienstag 2.August: Unsere lieben Leiter liessen uns ausschlafen und so starteten wir erst um 8.30 Uhr in Richtung Breitlauihorn (3655). Der Aufstieg über Gletscher und Felsgrat war so gemütlich, dass wir am Nachmittag sogar Zeit für ein erfrischendes Bad in einem Regentümpel hatten. Neben dem liessen wir uns von den imposanten Gletscherspalten beeindrucken und Thomas Good unterrichtete uns an einem von uns ausgelösten Schneebrett in der Lawinenkunde.
Mittwoch 3. August: Durch Müdigkeit und kleineren Verletzungen minimierte sich heute das Teilnehmerfeld auf 10 Personen. Wegen unsicherem Wetter sind wir bereits in der Nacht die Gletschermoränen hoch gekraxelt. Um 8.00 Uhr standen wir bereits auf den Gipfel des Nesthorns (3822) und genossen die letzen Sonnenstrahlen. Beim Abstieg wurden wir durch die schnelle Reaktion unserer Leiter vom Steinschlag verschont. Quizfrage: wohin rutscht ein Felsblock auf einem Gletscherabhang? Grösse: 3.5 x 1.2 x 1.2 Meter...Kurz vor der Hütte wurden wir dann von einem Gewitter mit kräftigem Hagel erfasst. Ergebniss: Gewässerter Lunchsack, Geldbeutel, Schuhe?.Die letzten robbten durch den knietiefen Hagelschlamm und hatten etliche Mühe ihre Kleider anschliessend zu trocknen.
Donnerstag 4. August: Nach einer erholsamen Nacht, sind wir direkt vor der Hütte am Grat des Jäggihorns eingestiegen. Eine interessante Kletterei führte uns auf den 3206 Meter hohen Gipfel, auf welchem wir gemütlich Mittagessen konnten. Das Abseilen über 100 Höhenmeter erleichterte uns den Abstieg und wir waren rechtzeitig zum Fondueessen in der Baltschiederklause zurück.
Freitag 5. August: Wegen schlechten Wetterprognosen machten wir uns heute wieder in den frühen Morgenstunden auf in Richtung Älwe Rigg (3381). Der Aufstieg führte uns über Gletscher und Felskletterei. Auf den Gipfel genossen wir ein letztes Mal die eindrückliche Aussicht in Richtung Baltschiedertal. Der Abstieg nach Blatten gestaltete sich sehr abwechslungsreich. Nach einer lustigen Schlittelfahrt über einen Gletscherabhang, rutschten wir mit einem Tempo von 60 Höhenmeter in der Minute die Geröllhalde hinunter. In Blatten angekommen erfrischten wir uns in einem Wasserloch und genossen ein Bier, ehe wir die Heimreise antraten.
Michael, Fabrizio, Adrian, Raffael, Matthias, Silvan, Aline, Marina, Samuel, Manuel, Franziska
